Prüfnorm i-Size – mehr Sicherheit

Die Prüfnorm i-Size (ECE R129) ist eine neue europäische Verordnung für Autositze, die für Kinder während der Autofahrt noch mehr Schutz bietet. Sie ist seit dem 9. Juli 2013 in Kraft und wird die nächsten Jahre parallel zu der bestehenden Regelung ECE R44 gelten – bis sie diese voraussichtlich 2018 ablösen wird. Hersteller von Auto Kindersitzen können ihre Produkte bereits jetzt zusätzlich nach der neuen Prüfnorm i-Size zulassen, entsprechend werden ab Ende 2013 immer mehr i-Size zertifizierte Fahrzeugtypen auf den Markt kommen. Die Baby-Garage, der Kieler vor Ort und Online Fachhändler für hochwertige Kinderwagen, Babyschalen und Kindersitze, begrüßt diese Entwicklung und informiert über die Neuerungen im Detail.

Prüfnorm i-SizePrüfnorm i-Size – was ist neu?

Abgesehen von der Selbstverständlichkeit, dass alle i-Size-zertifizierten Fahrzeugtypen mit i-Size Kindersitzen in der Zukunft kompatibel sein sollen, zeichnet sich die neue Prüfnorm durch vier Vorgaben aus:

Erstens werden nicht mehr nur Frontal-Aufprall-Tests sondern auch Seiten-Aufprall-Tests in die Sicherheitsauswertung einbezogen. Zweitens werden die unterschiedlichen Kindersitz-Gruppen nicht mehr nach Gewicht, sondern nach Körpergröße in cm klassifiziert, um dem Verbraucher die Wahl des wirklich passenden Sitzes für sein Kind zu erleichtern. Drittens fördert die Prüfnorm i-Size Isofix-Systeme und schreibt viertens die zwingende Nutzung von rückwärst gerichteten Auto Kindersitzen (Reboarder) bis zu einem Alter von 15 Monaten vor. Überzeugt von Isofix-Systemen und Reboardern, gehören sie schon seit längerem zum Sortiment der Baby-Garage, welche die Reboarder kürzlich einem Faktencheck unterzog.

Isofix

Isofix ist ein besonders sicheres und einfach zu bedienendes Befestigungssystem für Kindersitze in Automobilen, bei dem eine starre Verbindung zwischen Karosserie und Kindersitz hergestellt wird.

IsofixDie Isofix-Verbindung besteht fahrzeugseitig aus zwei Haltebügeln mit einer Stärke von 6 mm, die sich im Abstand von 280 mm im Spalt zwischen Lehnen- und Sitzfläche befinden. Der Kindersitz wird in diese Befestigungen verhakt. Zusätzlich zur Befestigung an den Haltebügeln muss bei der „Universal-Zulassung“ eine zweite Fixierung erfolgen, um eine ungewünschte Rotation des Sitzes um die Haltebügel zu verhindern: gewöhnlich ein Stützfuß, der den Kindersitz gegen den Wagenboden abstützt.

Isofix-Kindersitze zeichnen sich durch eine besonders einfache Bedienung aus, wodurch das Risiko einer falschen Befestigung minimiert wird. Falsche Gurtführung zählt bei konventionellen Kindersitzen zu den häufigsten Ursachen für Unfall-Verletzungen trotz Kindersitz. Weiterhin wird durch die starre Verbindung mit der Karosserie das Risiko eines Nachgebens der Gurte und eines Aufpralls des Kindes bei einem Unfall minimiert. Aus diesen Gründen schneiden Kindersitze mit Isofix-Halterung bei Crash-Tests im Allgemeinen besser ab als ansonsten identische Sitze mit konventioneller Gurthalterung. Die neue Prüfnorm i-Size zieht daraus die richtigen Konsequenzen.

Reboarder

Als Reboarder bezeichnet man rückwärts gerichtete Kindersitze der Gruppen 1 und 1+ (9-18kg bzw. 9-25kg). Bei einem Frontalaufprall, der häufigsten Unfallart, die gleichzeitig die schwerwiegendsten Verletzungen zur Folge hat, wird das Kind in den Reboard-Kindersitz gepresst und die Kräfte verteilen sich über die gesamte Rückenfläche. Der Kopf wird durch den Sitz gehalten. Bei einem Seitenaufprall wird das Kind durch die häufig gleichzeitig auftretenden Verzögerungskräfte ebenfalls in den Reboarder gedrückt, womit der Seitenaufprallschutz des Sitzes zum Einsatz kommen kann. Bei der seltensten Form schwerer Unfälle, der Heckkollision, ist das Kind ebenfalls gut geschützt, da es weiter vom Heck entfernt sitzt und es damit eine größere Knautschzone gibt.

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